SGM-ANALYSE

"WIE GEHT ES DIR?"

Im Zeitraum vom 15. Juni bis 13. August 2021 fand unsere große Befragung zum Thema „Studienbedingungen und Gesundheit“ statt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei dir für deine Teilnahme! Nun sind die Ergebnisse da und wir möchten sie dir nicht länger vorenthalten.

SGM-ANALYSE

Schön, dass du hier bist und du mehr über unsere SGM-Analyse erfahren möchtest. Im Zeitraum vom 15. Juni bis 13. August 2021 fand unsere große Befragung zum Thema „Studienbedingungen und Gesundheit“ statt. Derzeit befinden wir uns in der Auswertung der Ergebnisse.

Transparenz und Partizipation ist für die Arbeit im SGM von großer Bedeutung, deswegen findest du auf dieser Seite alle Informationen rund um das Thema SGM-Analyse. Falls dennoch eine Frage offen bleiben, schreibe uns gerne eine Mail unter info@sgm.uni-halle.de

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AUSWERTUNG

Nun ist es soweit… 🙂 wir möchten euch die Ergebnisse der Befragung mitteilen und zudem an dieser Stelle nochmals ganz herzlich DANKE sagen – für deine Teilnahme und vor allem für deine Zeit. Der Fragebogen war in der Tat nicht kurz, dennoch haben wir einige Fragebögen zusammenbekommen. Du musste keine Angst haben, dass diese Ergebnisse in irgendeiner Schublade laden. Nein wir im SGM haben nun eine gute Grundlage und können nun gezielt neue Maßnahmen für dich kreieren und die Studien- und Rahmenbedinungen an unserer Universität verbessern.

SOZIODEMOGRAFISCHE DATEN

Im Zeitraum vom 15. Juni bis 13. August 2021 haben insgesamt  13,1% der Studis an unserer Martin-Luther-Universität (MLU) den Bielefelder Fragebogen zu Studienbedingungen und Gesundheit ausgefüllt. Davon konnten 2.106 Fragebögen berücksichtigt, was eine Rücklaufquote von 10,7 % ergbit. Damit konnten wir unser Ziel von 10 % erreichen – Danke! Alle Fachsemester sowie abgefragten Studiengänge haben sich an der Befragung beteiligt: Am meisten Studierende beteiligten sich aus dem zweiten und vierten Semester. Die meisten Teilenehmen – etwas mehr als Dreiviertel (77,8%) war zu diesem Zeitpunkt   zwischen 18 und 25 Jahren alt. Nur ein geringer Anteil ist älter (15,4% im Alter von 26-30 Jahren bzw. 6,8% über 30 Jahre alt). Die Mehrheit der Befragten hatten zum Befragungszeitpunkt keine Familienaufgaben (87,7%).

GESUNDHEIT &
ALLGEMEINES BEFINDEN

Im Rahmen der Analyse wurdet Ihr nach eurem Gesundheitszustand und eurem allgemeinen Wohlbefinden befragt. Das Ergebnis fiel recht unterschiedlich und durchwachsen aus: Etwas mehr als ein Drittel von Euch waren zufrieden und konnten wenig bis gar keine Beeinträchtigungen feststellen, wohingegen sich der Rest teilweise oder stark beeinträchtigt fühlte.

Diese Beeinträchtigung äußerte sich unter anderem in Antriebslosigkeit, Ausgebranntheit und körperlichen Beschwerden der oberen Extremitäten.  

Mehr als die Hälfte von Euch wurde von Motivationsproblemen, Müdigkeit und Erschöpfungszuständen geplagt. Inaktivität und Konzentrationsprobleme waren mit knapp 58% am häufigsten vertreten.

DIE 5 KLEINSTEN
HANDLUNGSBEDARFE

Wir wollten von Euch wissen, womit Ihr an der MLU zufrieden seid und wo Ihr Potentiale seht. Die Zusammenarbeit mit Lehrenden inklusive der Unterstützung bei Studienaufgaben, der Betreuung von Abschlussarbeiten, der Informations-verbreitung und Studienorientierung wird von Euch als positiv wahrgenommen.

 

DIE 6 GRÖßTEN
HANDLUNGSBEDARFE

Herausforderungen seht Ihr vor allem in den Bereichen der überfachlichen Kompetenzen, der beruflichen Perspektive, der Kultur an der MLU, den zeitlichen Anforderungen des Studiums, den Studienbedingungen und dem letzten Studienjahr.

BERUFLICHE PERSPEKTIVEN

75% aller Befragten gaben an, dass ihnen das Studium allgemein gute Zukunftsperspektiven eröffnet. Etwas mehr als die Hälfte von Euch fühlt sich ausreichend auf eine wissenschaftliche Karriere vorbereitet, wohingegen der Anteil bei einer außeruniversitären, beruflichen Tätigkeit nur bei knapp einem Drittel liegt.

ÜBERFACHLICHE KOMPETENZEN

Aus unserer Befragung ging hervor, dass methodische, persönliche und soziale Kompetenzen wie Zeit-management, Eigenverantwortung und Kommunikationsfähigkeit in weniger als der Hälfte der Fälle studienbegleitend gestärkt werden.

 

Kultur an der MLU

64% von Euch fühlen sich über Neuigkeiten und wichtige Veränderungen informiert. Allerdings empfinden nur die Hälfte diese als nachvollziehbar. Je etwas weniger als die Hälfte von Euch findet, dass an der MLU eine offene Kommunikationskultur gelebt und Nachhaltigkeitsstrategien verfolgt werden.

 

ZEITLICHE ANFORDERUNGEN

Mehr als die Hälfte von Euch muss im Studium mehrere Dinge gleichzeitig bewältigen, steht demnach unter Zeitdruck und kann privaten Anforderungen nicht gerecht werden. Die größten Potentiale sind hierbei in der medizinischen Fakultät zu verzeichnen.

 

LETZTES STUDIENJAHR

Zwei Drittel aller Befragten empfinden den Übergang zwischen Abschluss des Studiums und Berufseinstieg als stressig, da die zeitlichen Abläufe und Fristen kollidieren und wenig Informationen über die erforderlichen Formalitäten zur Verfügung gestellt werden. Die größten Herausforderungen liegen hier innerhalb der Philosophischen Fakultät III.

LETZTES STUDIENJAHR

Zwei Drittel aller Befragten empfinden den Übergang zwischen Abschluss des Studiums und Berufseinstieg als stressig, da die zeitlichen Abläufe und Fristen kollidieren und wenig Informationen über die erforderlichen Formalitäten zur Verfügung gestellt werden. Die größten Herausforderungen liegen hier innerhalb der Philosophischen Fakultät III.

STUDIENBEDINGUNGEN

Etwa die Hälfte von Euch berichtet über zeitliche Überschneidungen von Pflichtveranstaltungen und unzureichenden Kapazitäten innerhalb dieser. Nur etwas mehr als ein Drittel schätzt die Möglichkeit, das Studium in Regelstudienzeit abzuschließen, als realistisch ein. Auch die Möglichkeit einer Kompensationsleistung besteht lediglich in 12% der Fälle. 

 

Etwa die Hälfte von Euch berichtet über zeitliche Überschneidungen von Pflichtveranstaltungen und unzureichenden Kapazitäten innerhalb dieser. Nur etwas mehr als ein Drittel schätzt die Möglichkeit, das Studium in Regelstudienzeit abzuschließen, als realistisch ein. Auch die Möglichkeit einer Kompensationsleistung besteht lediglich in 12% der Fälle. 

 

RESSOURCEN & BELASTUNGEN

Als besonders positiv werden die gute Anbindung an den ÖPNV, das Zurechtfinden am Standort, der Zugang zu internetfähigen Endgeräten und das sichere Gefühl an der Hochschule, vor allem durch Toleranz und Akzeptanz der Lehrenden, wahrgenommen. Belastungen sind neben zuletzt erlebten pandemiebedingten Einschränkungen die allgemeine zeitliche Überforderung im Studium inklusive Studienleistungen während der Vorlesungszeit, unzureichende Möglichkeiten für Kompensationsleistungen und die fehlende barrierefreie Gestaltung der Online-Veranstaltungen.

 

WOHLFÜHL-TALK

Was sind deine Gedanken zu den einzelnen Ergebnissen? Hättest du das so erwartet? Gemeinsam mit dir möchten wir in den Austausch gelangen und bieten dir die Möglichkeit in den kommenden Veranstaltungen des SGM vor Ort mit uns darüber zu sprechen.

FAQ

Alles, was Du über die SGM-Analyse wissen musst:

Wir sind uns dessen bewusst, dass dich derzeit einige Umfragen erreichen. Und die Lust und Motivation mit jeder weiteren Erinnerungsmail sinkt. Im Unterschied zu externen Fragebögen wollen aber wir mit unseren Ergebnissen der Analyse an Ort und Stelle etwas bewegen, um Dir den Studienalltag gesünder und stressfreier zu gestalten. Darum hast Du mit der Teilnahme am Fragebogen die Gelegenheit Dich aktiv an der Umgestaltung der Uni Halle zu beteiligen. Der Fragebogen dauert circa 30 Minuten. Auch wenn wir viel von deiner kostbaren Zeit verlangen, es nützt dir und uns etwas.

Uns ist es wichtig, dass es dir während deines Studiums an der MLU gut geht und du dich hier wohlfühlst. In Zusammenarbeit mit dem Evaluationsbüro, der Techniker Krankenkasse und den studentischen Vertretungen wurde gemeinsam mit dem WOHLFÜHLCAMPUS der Fragebogen auf die Studierenden der MLU angepasst.

Bei der SGM-Analyse nutzen wir einen standardisierten Fragebogen, welcher von der Universität Bielefeld entwickelt wurde. Dabei handelt es sich um einen Fragebogen, der sich um die Studienbedingungen unserer Universität und um die Gesundheit unserer Studierenden an der MLU, also um dich, kümmert. Er basiert auf dem Sozialkapitalansatz nach Prof. Badura und wurde anhand des Fragebogens für Beschäftigte weiterentwickelt. Dieses verhältnisorientierte Befragungsinstrument kann in zwei große Teile eingeteilt werden:

  • Teil 1: Qualität und Rahmenbedingungen des Studiums, Prüfungs- und Studienleistungen, Studienbedingungen, Kultur im Studiengang / in der Hochschule, Corona-Bedingungen, Beratungs- und Serviceangebote an der MLU, …
  • Teil 2: Outcome: Auswirkungen auf die Gesundheit (Wohlbefinden im Studium, Studienzufriedenheit, Engagement, Allgemeine Gesundheit, …)

Die Analyse wird online mit der Befragungssoftware LimeSurvey durchgeführt. Den Link zur Analyse bekommst du am 15. Juni 2021 auf deine Studi-Mail-Adresse (…reinschauen lohnt sich also manchmal!). Die Dauer ist abhängig von deinem Fachsemester oder weiteren Filterfragen. Im Durchschnitt dauert sie 30 Minuten.

Die Universität Bielefeld steht mittels eines Projekts in Kooperation mit der Charité Berlin. Finanziert durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) kann damit die Nutzung des Fragebogens sowie die Datenerhebung und Datenauswertung gewährleistet werden. Kern dieses Projekts sind bundesweite Befragungen von Studierenden zu ihren Studienbedingungen und ihrer (psychischen) Gesundheit. Teilnehmende Hochschulen werden dabei unterstützt, ihre Studienbedingungen in den Blick zu nehmen und damit datengestützte Maßnahmen zur (gesundheits-)förderlicheren Gestaltung abzuleiten sowie ggfs. die Gefährdungsbeurteilung Psychischer Belastungen für Studienplätze durchzuführen. Zudem sind wir berechtigt am Benchmark teilzunehmen.

Uns liegt das Thema Datenschutz, genauso wie dir, am Herzen. Damit du deine Angaben im Fragebogen treffend und ohne Angst haben zu müssen, dass man deine Ergebnisse nachverfolgen kann, abgeben kannst, wurde beim Kooperationsvertrag mit der Universität Bielefeld und der Charité Berlin genaustens auf die Art der Datenauswertung geachtet. Die Universität Halle erhält zu keinem Zeitpunkt die Rohdaten der Befragungsergebnisse. Die Datenauswertung übernimmt lediglich die Charité Berlin. Diese wiederum erhalten keinerlei personenbezogenen Angaben (wie z.B. Name, Mail-Adresse oder IP-Adresse) von dir. Eine Auswertung erfolgt erst ab einer Mindestzahl von 10 Personen pro Merkmal. Falls dies nicht gewährleistet werden kann, werden mehrere Bereiche zusammengeschlossen, so dass die Zurückführung auf Einzelpersonen ausgeschlossen ist.

Selbstverständlich ist die Teilnahme an unserer Befragung freiwillig. Doch stelle dir mal vor, Du hast nun die Chance an unserer Universität etwas zu verändern. Natürlich bedarf es ein wenig Zeit und wir können auch nicht alles sofort verändern. Doch je mehr Teilnehmer*innen es an der Befragung gibt, desto deutlicher machen sich Herausforderungen im Studium bemerkbar und wir können gezielt reagieren. Bekommen wir nur wenig Rückmeldung können wir auch wenig verändern! Nutze diese Chance!

Du kannst eine Frage nicht so richtig beantworten, weil du z.B. zum Thema Beratungsangebote noch keine Erfahrungen sammeln konntest? – kein Problem! Dafür gibt es den Button „Keine Angabe“.

Wir, dein WOHLFÜHLCAMPUS, erhalten nach Befragungsende eine Ergebnisdatei in Excel mit anonymisierten, aggregierten statusgruppenbezogenen Ergebnissen in Form von deskriptiven Statistiken (Häufigkeiten, Mittelwerte, Standardabweichungen). Daraus leiten wir zielgerichtet Maßnahmen und Aktionen ab, um dich in deiner Study-Life-Balance zu unterstützen. Selbstverständlich stellen wir dir die Ergebnisse vor und diskutieren gemeinsam mit dir, wie wir deinen Studienalltag weiter erleichtern können.

Die Charité Berlin speichert die anonymen und aggregierte Daten in die einrichtungsübergreifende Projektdatenbank (Hochschuldatenbank) ein, welche für die Generierung eines Benchmarks für die befragten Hochschulen und Forschungsinstitute genutzt wird. Der Name der Einrichtung wird getrennt von den anderen Daten gespeichert, so dass auch hier wiederum der Datenschutz gewährleistet werden kann.

Die Daten der Hochschuldatenbank dürfen nach Genehmigung des Gesundheitsmanagements der Universität Bielefeld zu Forschungszwecken genutzt werden, wenn ein Rückschluss auf die Einrichtung ausgeschlossen werden kann.

Danke für deine Zeit und deine Unterstützung!

Dein WOHLFÜHLCAMPUS

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